ich habe jetzt schon einige Monate hier stumm mitgelesen und heute beschlossen, mich endlich mal hier anzumelden.
Ich werde zunächst, wie sich das anscheinend hier gehört, etwas über mich schreiben und mich kurz vorstellen und spätestens nach wenigen Sätzen - weiß ich, dass nahezu alle hier den Kopf über mich schütteln werden, aber dann sei es so
Also, ich heiße Fabian und komme aus dem hohen Norden Deutschlands und bin (noch) 30 Jahre alt.
Seit ich ein kleiner Junge war, hatte ich immer 2 Traumautos, obwohl ich nie wirklich viel Ahnung von Autos geschweige denn von selber an Autos basteln hatte.
- Ein schöner VW Bus und ein Ford Mustang.
Den Traum vom VW Bus habe ich mir vor Jahren als Student erfüllt und er tut bis heute - mal schlechter, mal rechter seine treue Dienste und obwohl er ein absolutes Groschengrab ist, liebe ich ihn innig und habe den Kauf von meinem "Michel" auch nach all den Jahren nie bereut....
Aber als hätte ich mit dem nicht schon genug Ärger und Werkstattzeiten auf der Uhr, habe ich mir vor 3 Jahren in den Kopf gesetzt (sehr zum erschrecken meiner Frau) auch meinen zweiten Wunsch umzusetzen.
Als ich Anfang des Jahres für mehrere Monate in Miami gearbeitet habe, konnte ich dann nicht anders und musste zumindest ab und zu nach Mustangs schauen, die allerdings auch dort nicht mehr so oft zum Verkauf stehen.
- Als wir dann irgendwann vor einem roten Mustang standen und den probegefahren sind, konnte auch meine Frau nicht widerstehen und wir verliebten uns beide heiss über Kopf in diese Karre


Als dann noch der Preis (wie wir dachten) unfassbar gut war, haben wir nicht lange überlegt und sofort zugesagt, den zu nehmen.
Leider haben wir es nicht mehr geschafft, die Karre in den USA zu fahren, da in Miami nur Leute fahren dürfen, die einen festen Wohnsitz UND einen amerikanischen Führerschein haben.
Also haben wir nach einem Monat in Miami die Verschiffung angeleiert und ihn direkt zu einem tollen Schrauber bei uns in der Nähe geschickt.
Anfang April ist er in Deutschland angekommen und bis hierhin war alles gut. Ich dachte ehrlich gesagt, er fuhr ja in USA, dann wird es jetzt um ne TÜV Abnahme gehen und n bissl Elektrik plus neue Reifen und ich kann ab Mai fahren.
Stutzig wurde ich als der Schrauber meines Vertrauen, mich anrief, dass ich mal schleunigst in die Werkstatt kommen solle und wir über das Auto reden sollten:
Dort angekommen erwartete mich erstmal ein riesen Donnerwetter, warum ich nicht auf das geachtet hätte, was er mir im Vorfeld gesagt hätte. Nun ja da halfen mir die Argumente, dass der Preis gut gewesen sei und Autos eben keine rationale Entscheidung seien auch nicht viel:




Folglich zog er mir schnell den Zahn, dass dies eine günstige und schnelle Umbauarbeit werden würde.
Wochen später (ja er hatte viel zu tun, rief er mich erneut an und die Situation sah noch schlimmer aus. Als er die Inneneinrichtung ausgebaut hatte, um anzufangen Schweissarbeit zu leisten, sah die Nummer noch fieser aus:#


ich hatte also ein Glasbodenauto gekauft - das sah mir mal wieder ähnlich. Die Schmach von Freunden und Verwandten könnt ihr euch auch vorstellen. Ja ich weiß, es ist dumm, so ein Auto zu kaufen, wenn man wenig Ahnung hat und n Schraubenzieher nur zum Bierflaschen öffnen in die Hand nimmt....
Naja muss ich durch, wer nicht hören will muss fühlen oder den Geldbeutel zücken....
Also neuer kompletter Unterboden bestellt und gewartet.
Nach Wochen leider noch kein Fortschritt....Tja gute Werkstätten sind gefragt, und für eine Restauration ist da wenig Zeit....aber ich wollte auch nicht noch ein ganzes Jahr warten. Also kurzer Hand alles eingesammelt und den Mustang in einer andere Werkstatt gebracht, die mir nun versprachen, alles bis Mitte / ENde August fertig zu haben.
Wobei "fertig" auch übertrieben wäre. Ständig bemerkten wir neue Mängel, also habe ich ihn gebeten, die Karre erstmal nur über den TÜV und fahrbereit zu bringen und den Rest dann nach und nach oder im Winter zu machen...
- z.B: Anlage, Himmel, Karosserie (ja ich habe keinen Magneten drauf gelegt!9
naja dennoch nahm es endlich Fortschritte an:

Heute dann mit dem TÜV Prüfer nebenan gesprochen, der mit der nächsten Hiobsbotschaft kam. 15 ZOll Alufelgen kann er nicht mehr eintragen, nur wenn es n Nachweis für diese gibt. Derzeit sind alte 14 Zoll Stahlfelgen drauf, die ich aus optischen Gründen, und um ggfs. im Winter Scheibenbremsen nachrüsten zu können, gerne durch Magnums 500 in 15 Zoll ersetzen würde, aber das scheint ja nun auch schwierig zu werden. Er sagte zwar, man könne gen Meck-Pomm fahren und es da probieren und TÜV Prüfer kurz vor der Rente suchen, aber er könne das nicht eintragen. Sein Hinweis, doch einfach die normalen einzutragen und dann mit anderen zu fahren, kommt für mich nicht in Frage, da ich Angst habe, sonst ggfs. keinen Versicherungsschutz zu haben.
So das der Stand bis heute, mal sehen, wann und wie es weitergeht und wie ich das mit den Felgen regel.
Ich hoffe, ihr habt Geduld mit einem Wahnsinnigen, der wenig Ahnung hat, aber lern/wissbegierig ist und bestimmt die ein oder andere für euch blöde/ dumme Frage stellen wird. Die werde ich dann einfach hier raushauen...
Wie gesagt, ich habe wenig bis gar keine Ahnung und auch persönlich (beruflich bedingt) so gut wie keine Zeit, selber Hand anzulegen oder nach Meck-Pomm zu TÜV Prüfern zu fahren (ja ich weiß, äußerst schlechte Voraussetzungen für so ein Auto )
Also nochmal ein Moin Moin und auf netten Austausch
cheers Fabian


