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Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 09:36
von N1C3
Hallo Mustang-Gemeinde,

kennt jemand von euch zufällig dieses Auto und/oder diesen Verkäufer

http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/detai ... =220835441

:!: Eines muss ich vorausschicken, mir ist klar, dass an dem Wagen nicht nur ein Haken sein kann, da der Preis für ein A-Code Coupe beim Händler viel zu gut ist.

Ich habe mich schon mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt, da man auf den Bildern die interessanten Stellen (wie so oft) nicht zu sehen bekommt.

Weitere Bilder habe ich leider nicht bekommen.

Der Verkäufer hat mir bei der Bitte um Bilder von "kritischen Stellen" nur folgendes geschrieben:
Genau an den genannten Stellen ist er tip top.
Kein Rost am Unterboden, original und ungeschweisst.
Türen perfekt, kein Rost
Batteriekasten perfekt, kein Rost
Bis auf den Blechschaden ist das Auto absolut gerade.

Re: Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 09:40
von 68jan
Wenn er das nun schon so genau beschreiben kann, warum schickt er dann keine Bilder.....? Anschauen ist Pflicht.
Jan ;)

Re: Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 09:42
von willeinenmustang
Viel zu teuer für den Zustand !da steckst du noch mal 10 mille rein.

Re: Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 10:12
von N1C3
Danke für die schnellen Antworten.

@ willeinenmustang

Wie kommst du auf die 10 mille? Ist das ein Erfahrungswert oder kannst du mir da paar Stichpunkte nennen?

Will ja dazulernen und bin für alle Tipps dankbar :)

Re: Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 10:33
von 68jan
Alleine schon wieder "im Kundenauftrag" :oops: .Laß`Dir den Besitzer nennen und verhandle mit dem.
10000,-€ ist nicht zu hoch gegriffen. Lackierung, Interieur, Motor/Getriebeüberholung, Elektrik...
Ich denke auch, daß da noch so manche Überaschung kommt.
Schnäppchen gibt es nicht mehr und ein solches Fahrzeug wirst Du komplett auseinander nehmen müssen.
Fahre am besten im Mai nach Sinsheim, miete Dich drei Tage im Hotel ein, schaue Dir in Ruhe alles an und stelle Fragen.
Danach wirst Du mit Sicherheit schon jede menge Fragen beantwortet haben und einen realistischen Überblick für Dein neues Hobby bekommen haben.
Bei jedem Budget sind noch Garage/Halle, Werkzeug, Verschleißmaterial, Ersatzteile, Literatur!!!!, Mechaniker Deines Vertrauens mit einzubeziehen.
Es gibt bei Amazon eine kleine Fibel in Deutsch/Englisch wo die zu begutachtenden Stellen des Mustangs bei einem Kauf beschrieben sind - absolut empfehlenswert.
Dazu das Red-Book, Shopmanual und eines der Jubiläumsschinken und Du bist für den Start schon mal gut gerüstet.
Jan ;)

Re: Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 11:05
von HomerJay
Finde ihn auch zu teuer und 10.000 sind aus meiner Sicht schon extrem konservativ gerechnet. Können auch locker 15.000 oder mehr werden.

Blechschaden beseitigen
Lackierung inkl. wohl so ziemlich allen Dichtungen
Felgen müssen neu ( Reifen sicher auch )
Innenraum muss komplett neu ( Sitze beziehen MIT Kernen, Teppich usw. Plus Kleinteile wie Streuscheiben usw. usw. da kommt auch was zusammen)
Motor?????
Elektrik????
H Abnahme????

Und der Rest ist ne Wundertüte, das kann so niemand sagen.

Wenn angucken, dann nur mit einem Profi und dann vor einem ev Kauf durchrechnen was definitiv noch dazukommt...danach beten das keine all zu dollen Überraschungen auftreten.
Ich persönlich würde definitiv von einem Kauf abraten. Der Allgemeinzustand verspricht nichts Gutes.

Re: Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 11:20
von Ironkandy
Also ich hab mein Auto dort gekauft:)

Re: Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 11:30
von Alfred
N1C3 hat geschrieben:Wie kommst du auf die 10 mille? Ist das ein Erfahrungswert oder kannst du mir da paar Stichpunkte nennen?
Will ja dazulernen und bin für alle Tipps dankbar :)
Hi Björn,

weit weg von der Realität sind die 10 Mille sind. Mal abgesehen davon, dass bei der Schüssel so ziemlich alles schlimm aussieht, wäre es ein Wunder, wenn es von unten besser aussehen würde. Dass der Verkäufer schreibt, dass alles toll ist und gleichzeitig keine Bilder schicken möchte (was Standard ist bei solchen Verkäufen), spricht für sich bzw. gegen den Wagen.

Zur Rechnung:
- Selbst wenn technisch alles soweit stimmen würde, was zu bezweifeln ist, müssen für die TÜV/H-Abnahme einige notwendige Dinge erledigt werden. U.a. Reifen (rechts/links sind verschiedene drauf und wohl auch Alu, also Komplettaustausch), Beleuchtung, Warn-/Blinker und garantiert auch noch sicherheitsrelevante Teile unten rum. Mindestbetrag für dieses Paket dürfen 2000-3000 Euro oder auch mehr sein, bis er die technische Voraussetzung hat.
- Innenausstattung muss zum Teil sofort angepackt werden, je nach eigenem Anspruch 500 bis 1000 Euro.
- Lackierung muss erneuert werden und bei dem gezeigten Fahrzeug dürfte dann, wenn schon, eine rundum-Lackierung anstehen. Also nochmal mind. 3000-4000 Euro drauf, denn wenn du dir das Frontblech unter der Stoßstange, die rechte Hinterseite und die deutlichen Roststellen unterhalb der Heckscheibe ansiehst, könnte noch mehr auf dich zukommen.

Jetzt bist du schon bei 16000 bis 19000 Euro, wenn der Wagen technisch und optisch halbwegs passabel auf die Straße kommen soll - ohne Risikozuschlag für das, was während oder nach der Instandsetzung auftaucht. Und da wären wir bei dem Punkt, dass das Fahrzeug "im Kundenauftrag" verkauft wird. Geschieht natürlich nur, um die Gewährleistung des Händlers zu umgehen. Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass es für einen Händler schwierig ist, die gesetzliche Gewährleistung für ein 50 Jahre altes Fahrzeug zu geben. Aber das muss er nun mal einkalkulieren und wenn er es nicht tut -wie hier- dann musst du es einkalkulieren.

Ich habe dir ja zur Info mal einen Link geschickt zu nem Vorlauf von meinem persönlichen Verkäufer. Als Gegenbeispiel zu der o.g. Rechnung ist das für 19k Euro ein TÜV-fertiges A-Code-Fahrzeug aus 66. Ich erhielt bei meinem Kauf im Januar einen ganz normalen Händler-/Kunden-Kaufvertrag und bin fair genug, trotz so einem Vertrag nicht wegen jedem Pups nach der Gewährleistung zu schreien. Aber es bringt mich in eine bessere Position, wenn dann doch im ersten halben Jahr ein worstcase-Szenario eintreten sollte. Zumindest habe ich von einem solchen Verkäufer einen besseren, weil fairen Eindruck.

Das ist meine Meinung als Mustang-Newbie, der durch das Forum und Besichtigungen einiges gelernt hat.

Re: Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 11:34
von HomerJay
3-4000 für eine vernünftige Komplettlackierung halte ich für nicht machbar. 5-6000 sind realistischer. Hohlraumversiegelung sollte man in diesem Zuge gleich mitmachen.

Re: Frage zum Mustang und den Verkäufer

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 11:37
von Alfred
Absolut :!:
Habe bei allen Beträgen das günstige vom günstigen angenommen.