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"Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Verfasst: So 18. Okt 2026, 18:48
von Chrissi
Moin zusammen,
ich bin "renew" hier im Forum und wollte mich und meinen frisch erworbenen Zuwachs kurz vorstellen. Es ist ein 1965er Ford Mustang Shelby GT350 Tribute geworden. Drunter steckt ein klassischer Small-Block A Code mit Tri-Y Fächerkrümmer, Holley 650 cfm Double Pumper (Modell 4150, Revision 4777-7) mit manuellem Choke, Edelbrock Performer, HiPo Nockenwelle, MSD, 5 GAng Tremec, und die seitlichen Tröten usw...
Eigentlich ein Traum, aber wie das mit alten Autos so ist: Kaum reingesetzt, ging die Arbeit auch schon los. Die Kausalitätskette der Jungfernfahrt war ein absoluter Klassiker:
Wagen abgeholt, der Tank war komplett leer. Also auf direktem Weg zur nächsten Tankstelle, 100 Oktan rein und ab auf die Straße. Sobald der Motor betriebswarm war, fing das Drama an. Beim Auskuppeln vor der Ampel brach die Drehzahl komplett ein, der V8 lief wie ein Sack Nüsse, schüttelte sich so heftig, dass die Fächerkrümmer lautstark am Unterboden anklopften, und ging schließlich aus. Anspringen? Nur noch mit absolutem Vollgas und permanentem Benzingeruch.
Ein Blick in den Vergaser brachte schnell Gewissheit: Bei laufendem Motor schießt der Sprit ungehindert aus den Düsenstöcken (Boosters) der hinteren, sekundären Schwimmerkammer. Die Kammer läuft gnadenlos über und der Motor ertrinkt buchstäblich im Kraftstoff.
Da der Tank komplett leer gefahren war, ist die Diagnose im Grunde klar??!: Die mechanische Benzinpumpe hat den allerletzten Dreck, alten Sprit-Schlamm und feinen Roststaub vom Tankboden angesaugt. Die Partikel sind trotz Filter durchmarschiert und blockieren jetzt das hintere Nadelventil (Needle & Seat), sodass es nicht mehr schließt. Ein neuer ACP-Tank mit Ablassschraube und 3/8" Tankgeber von Velocity ist zwar gedanklich schon bestellt, aber das löst mein akutes Problem im Vergaser noch nicht.
Und hier kommt mein eigentliches Highlight:
Der Mustang steht aktuell nicht in einer gemütlichen Schrauberhalle, sondern im 2. Stock eines Hamburger Parkhauses. im NOrden/WInterhude
Daher meine Frage in die Runde: Gibt es hier zufällig einen erfahrenen Holley-Vergaser-Profi aus dem Raum Hamburg, der Lust auf ein kleines Abenteuer hat? Werkzeugkiste, Bremsenreiniger und ein Kasten Bier, Schnaps, Wein (oder Kaffee) und gute Mucke sind vorhanden. Gesucht wird jemand, der die Nerven besitzt, mir unter den Betonpfeilern dabei zu helfen, das hintere Nadelventil freizuspülen😉Der Stock indem der Mustang steht ist vom REst abgeschottet und dort stehen nur Oldtimer...auch eine Werkstattempfehlung ist willkommen.
Ich freue mich auf regen Austausch und den einen oder anderen Tipp!
Viele Grüße aus Hamburg!

Chrissi

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Verfasst: So 18. Okt 2026, 19:21
von DukeLC4
Hu Chrissi,
Glückwunsch zum Mustang.
Beim 4150 kannst Du das Nadelventil normalerweise nach oben raus nehmen und sauber machen.
Das sollte reichen um ihn vorsichtig heim zu fahren. Den Vergaser würde ich dann Zuhause aber zerlegen und reinigen, da ist mit Sicherheit Dreck drin.
Ich bin leider aus dem Süden von Deutschland, sonst würde ich gerne helfen.

Gruß
Patrick

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Verfasst: So 18. Okt 2026, 19:30
von Chrissi
DukeLC4 hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 19:21 Hu Chrissi,
Glückwunsch zum Mustang.
Beim 4150 kannst Du das Nadelventil normalerweise nach oben raus nehmen und sauber machen.
Das sollte reichen um ihn vorsichtig heim zu fahren. Den Vergaser würde ich dann Zuhause aber zerlegen und reinigen, da ist mit Sicherheit Dreck drin.
Ich bin leider aus dem Süden von Deutschland, sonst würde ich gerne helfen.

Gruß
Patrick
Danke dir Patrick, ja das werde ich dann selbt probieren 8-)

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Verfasst: So 18. Okt 2026, 19:44
von DukeLC4
Chrissi hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 19:30
DukeLC4 hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 19:21 Hu Chrissi,
Glückwunsch zum Mustang.
Beim 4150 kannst Du das Nadelventil normalerweise nach oben raus nehmen und sauber machen.
Das sollte reichen um ihn vorsichtig heim zu fahren. Den Vergaser würde ich dann Zuhause aber zerlegen und reinigen, da ist mit Sicherheit Dreck drin.
Ich bin leider aus dem Süden von Deutschland, sonst würde ich gerne helfen.

Gruß
Patrick
Danke dir Patrick, ja das werde ich dann selbt probieren 8-)
Achtung, Du musst die Umdrehungen zählen wie weit das Nadelventil eingeschraubt war, damit der Schwimmerstand wieder ungefähr stimmt. Genau einstellen kannst Du dann Zuhause, ein Video dazu findest Du auf meinem YouTube Kanal

Re: "Neuvorstellung" 1965er Shelby GT350 Tribute – Und direkt das volle Oldtimer-Programm...

Verfasst: Mo 19. Okt 2026, 11:42
von TBHH
Chrissi hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 18:48 Moin zusammen,

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Die mechanische Benzinpumpe hat den allerletzten Dreck, alten Sprit-Schlamm und feinen Roststaub vom Tankboden angesaugt.

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Chrissi

Moin Chrissi!

Das hat nichts damit zu tun dass der Tank leer war und deswegen Dreck angesaugt wurde.
Der Sprit wird IMMER vom Tankboden angesaugt!
Das hat eher damit zu tun, dass der Tank wohl über längere Zeit fast leer war und sich deswegen Kondenswasser im Tank gesammelt hat, welches zu Rost führte. Und sowas mag der Vergaser nicht.

Ansonsten Glückwunsch zum "neuen" Auto!

Gruss
Theo