wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

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behemot
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wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von behemot »

Hallo Gemeinde,

ich komme gerade etwas geknickt aus meiner Garage.

Da war die eine Saison mit Blauem Nebel unter Last und nach Leerläufen - spricht mehr für Kolben als Ventile, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Nach Kompressions- und Druckverlusttest sowie Endoskopie war es ein "billiger" Versuch mal die Schaftdichtungen zu tauschen. Die ausgebauten Dichtungen sahen so gut aus (und fühlten sich an) wie die neuen. Ventilspieleinstellung findet da ja gleich mit statt. Und siehe da, es folgte eine Saison ohne Qualm. Also die Köpfe, die Schächte. Warum erst abbauen, auf Termin warten, vermessen und revidieren lassen, wenn es doch auf dem Gebrauchtmarkt ein paar 289er Köpfe, frisch vom Motorenbauer, gibt, die sogar gehärtete Sitze für Bleifrei haben - die passen sogar zu meinem 260er.

Heute nun kamen die alten Köpfe runter und ich hoffte in den Zylindern nix zu finden -leider ist dem nicht so. In 4 und 6 je ein senkrechter Kratzer, irgendwo zwischen UT und OT (spricht für was Hartes mitgenommen). In der 6 mit dem Fingernagel an der Wahrnehmungsgrenze, in der 4 fehlt definitiv Material auf einer Breite bis zu 4mm.

Mein 260er ist auch schon vom Motorenbauer (und im 2. Übermaß), weil der mit dem Wagen gekaufte auf der Überführungsfahrt "platzte".

So: Leid geteilt - fühlt sich aber noch nicht weniger schlimm an.
Wie aber macht man hier ggf. weiter?
- zerlegte Kiste zum Motorenbauer schleppen lassen; der nimmt ihn teuer weiter auseinander, macht ihn frisch und setzt meine "neuen" Köpfe drauf
- mir gleich einen 289er Rumpfmotor besorgen und selber unter die "neuen" Köpfe hängen ... hat wer einen über?
- alles in den Teich schieben

Gruß, Ronny
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stang-fan69
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Re: wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von stang-fan69 »

Hi

Also "mal schnell" einen 289er reinhängen, dürfte schwierig werden. Ein 260 hat meines Wissens immer eine 5 bolt Getriebeanbindung, was eher selten ist, demnach sind die große Mehrheit der 260/289 am Markt 6-bolt Blöcke, welche aber nicht an das 5-bolt Getriebe passen.

Ich würde den Motor ausbauen (geht relativ einfach, auch ohne Hebebühne, 2-4 Böcke und ein Motorkran reichen, den kann man sich ggf. auch leihen)
und dann zum Motorenbauer bringen. Mittlerweile gibt es auch einige Firmen, die die Zylinder ausbuchsen können, so erhält man wieder das orig. Bohnungsmaß.
Viele Grüsse

Andi
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behemot
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Re: wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von behemot »

"Motorkran leihen" und "buchsen" sind Stichpunkte, die ich mir auch gerade parallel mit KI erarbeitet habe und die Hoffnung geben. Danke für die Hinweise und Bestätigung (der KI sollte man nicht zu sehr vertrauen). Auch das Thema 5/6 Bolzen werde ich vertiefen. Das gibt erstmal wieder etwas Kraft.
DukeLC4
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Re: wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von DukeLC4 »

behemot hat geschrieben: Do 16. Jul 2026, 20:26 Hallo Gemeinde,

ich komme gerade etwas geknickt aus meiner Garage.

Da war die eine Saison mit Blauem Nebel unter Last und nach Leerläufen - spricht mehr für Kolben als Ventile, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Nach Kompressions- und Druckverlusttest sowie Endoskopie war es ein "billiger" Versuch mal die Schaftdichtungen zu tauschen. Die ausgebauten Dichtungen sahen so gut aus (und fühlten sich an) wie die neuen. Ventilspieleinstellung findet da ja gleich mit statt. Und siehe da, es folgte eine Saison ohne Qualm. Also die Köpfe, die Schächte. Warum erst abbauen, auf Termin warten, vermessen und revidieren lassen, wenn es doch auf dem Gebrauchtmarkt ein paar 289er Köpfe, frisch vom Motorenbauer, gibt, die sogar gehärtete Sitze für Bleifrei haben - die passen sogar zu meinem 260er.

Heute nun kamen die alten Köpfe runter und ich hoffte in den Zylindern nix zu finden -leider ist dem nicht so. In 4 und 6 je ein senkrechter Kratzer, irgendwo zwischen UT und OT (spricht für was Hartes mitgenommen). In der 6 mit dem Fingernagel an der Wahrnehmungsgrenze, in der 4 fehlt definitiv Material auf einer Breite bis zu 4mm.

Mein 260er ist auch schon vom Motorenbauer (und im 2. Übermaß), weil der mit dem Wagen gekaufte auf der Überführungsfahrt "platzte".

So: Leid geteilt - fühlt sich aber noch nicht weniger schlimm an.
Wie aber macht man hier ggf. weiter?
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Gruß, Ronny
Hi Ronny,
was hatten den die Test der Kompression und Druckverlust damals ergeben?
Das Problem schien ja mit den neuen Schaftdichtungen erstmal behoben zu sein?
Hast du mal ein Foto der beiden Kratzer in den Zylindern?
So ein Schramme muss nicht so dramatisch sein, wenn der Motor sonst gesund läuft
und letztes Jahr nicht mehr genebelt hat, würde ich da jetzt nicht das ganze große Besteck auffahren.

Gruß
Patrick
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Re: wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von torf »

Die Frage ist, was Du von Deinem Motor erwartest. Die Small Block sind gutmütig und laufen (fast) immer - auch mit Makeln in den Laufbahnen.
Wenn Du den Block aufarbeiten (buchsen) möchtest, wird es in D schnell seht teuer und die Wirtschaftlichkeit ist in Frage gestellt. Buchsen bietet z.B. Wildlife68/ Bastian Ebener - www.americanmuscleservice.com an

Je nachdem, wie das Schadensbild aussieht, kannst Du den Motor wieder zusammenstecken und die Saison noch genießen, und dann für die Winterpause evtl. Ersatz suchen. Es ist wahrscheinlich eher Dein Gewissen, welches Dir sagt, dass da etwas nicht in Ordnung ist.... :lol:
Viele Grüße aus MH, Christoph/ Torf

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Olaf
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Re: wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von Olaf »

Guten Morgen,
ich habe gerade einen 65er Motor beim Motorenbauer, ist ein kleiner Laden nördlich von Hamburg. Der hat den Block aufgebohrt. Wir hatten auch das Thema "neue Buchsen", das ist aber definitiv zu teuer. Ging in Richtung 300€ pro Buchse. Vielleicht ist das anderswo preiswerter?
Grüße
Olaf
behemot
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Re: wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von behemot »

Smartphonebilder vom Ärgernis anbei.

"0.060" und "2. Übermaß" passen beim 260cui nicht zusammen - richtig? "0.060" steht auf der Rechnung vom Bastian Ebener, der den Rumpfmotor einst lieferte und "2. Übermaß" habe ich ohne Quellenangabe in meine Wiki zum Auto. Die KI meint 0.060 ist beim 260er das Ende der Fahnenstange - bleibt nur das Buchsen.

In der ersten blauen Saison hatte ich die Tests gemacht, in der zweiten war er ja sauber und dieses Jahr habe ich nicht neu getestet.
- Druckverlust : 4/6/6/6/8/6/6/6 % mit Chinawerkzeug gemessen; Notiz am Rande "von 4 aus Geräusch bei Vergaser wahrnehmbar"
- Kompression : 9/10.2/10.5/9.6/9.7/10.4/9.7/10 bar mit Chinawerkzeug gemessen
Dateianhänge
Zylinder 4, Kratzer spürbar in der Mitte der seiner Länge (nicht Breite) = bis zu 4mm breiter Materialabtrag
Zylinder 4, Kratzer spürbar in der Mitte der seiner Länge (nicht Breite) = bis zu 4mm breiter Materialabtrag
zylinder 4 - detailansicht.jpg (234.23 KiB) 108 mal betrachtet
Zylinder 6, Kratzer nicht spürbar
Zylinder 6, Kratzer nicht spürbar
6 detailansicht.jpg (235.67 KiB) 108 mal betrachtet
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Re: wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von TBHH »

behemot hat geschrieben: Fr 17. Jul 2026, 11:31 Smartphonebilder vom Ärgernis anbei.

........................
Echt?
Über diese kleinen Markierungen machst Du Dir solche Gedanken?
LÄCHERLICH!
Ignorieren, weiterfahren!
Wenn man VIEL Arbeit investieren will, mir etwas 320er Nassschleifpapier leicht in Richting der Hohnspuren beischleifen, aber nicht übertreiben!
Das ist ein alter Ami,kein Ferrari, der spürt sowas garnicht!
Und eine Ölfahne verursacht sowas schon garnicht.

Gruss
Theo
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Re: wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von DukeLC4 »

behemot hat geschrieben: Fr 17. Jul 2026, 11:31 Smartphonebilder vom Ärgernis anbei.

"0.060" und "2. Übermaß" passen beim 260cui nicht zusammen - richtig? "0.060" steht auf der Rechnung vom Bastian Ebener, der den Rumpfmotor einst lieferte und "2. Übermaß" habe ich ohne Quellenangabe in meine Wiki zum Auto. Die KI meint 0.060 ist beim 260er das Ende der Fahnenstange - bleibt nur das Buchsen.

In der ersten blauen Saison hatte ich die Tests gemacht, in der zweiten war er ja sauber und dieses Jahr habe ich nicht neu getestet.
- Druckverlust : 4/6/6/6/8/6/6/6 % mit Chinawerkzeug gemessen; Notiz am Rande "von 4 aus Geräusch bei Vergaser wahrnehmbar"
- Kompression : 9/10.2/10.5/9.6/9.7/10.4/9.7/10 bar mit Chinawerkzeug gemessen
Das Übermaß sollte auch auf dem Kolben oben eingeprägt sein.
0.060 ist nicht das größte Übermaß, sondern das ist schon zu groß.
Gefahrlos machbar ist 0.040, alles drüber sorgt durch die dünnen Zylinderwände
oft für die Überhitzung des Motors und nicht selten bricht die Zylinderwand einfach irgendwann.
Ich finde die Kratzer absolut unkritisch, zumal deine Messwerte top sind.
Bei den Messwerten hätte ich jetzt nicht mal die Köpfe runter wenn der Motor nicht mehr bläut.

Gruß
Patrick
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behemot
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Re: wie weiter - wenn der vermutete Schaftschaden zum Zylinderschaden wird

Beitrag von behemot »

Hallo Patrick und die anderen Poster,

eben weil er in 2026 wieder - wie in 2024 schonmal bläut - wollte ich die Ventilsitze/-schäfte angehen. Auch weil das Neueinstellen des Ventilspiels und der Tausch neuwertiger gegen neue Umbrellas scheinbar für eine Saison (wenige 1.000km) Abhilfe schaffte. Durch eine Zufall habe ich mit Köpfe eingefangen, die gemacht sind und bleifreioptimiert.

Da ich die Kratzer in 6 nicht spüre, sind die mir eher egal. In 4 bleibst Du halt mit dem Nagel echt hängen. Man sieht auch gut, das im oberen Bereich die Honung noch durch den Kratzer geht und weiter unten der Kratzer die Honung durchbricht - dort ist der Mist dann spürbar.

Mein Oldtimer-Mensch meint, das wäre ein Schadensbild - ihr hier meint "nicht der Rede wert". Wie dem auch sei, mangels Motorbauerkapazitäten stecke ich jetzt alles wieder mit meinen "neuen" Köpfen zusammen. Vielleicht waren es wirklich oder mit nennenswertem Anteil die Ventile und die Bläue ist dann einfach weg. Den Wagen oder Motor außerhalb der Saison dann mal wegzugeben, bleibt mir ja als Option.

Danke fürs Aufklären und Beruhigen (oder habe ich mit 0.060 eine neue Sorge - warum aber sollte der Ebener sowas rausgeben, wenn es nicht taugt, der hat doch einen Ruf).

Gruß Ronny
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