Ungleichmäßige Bremswirkung

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Beachte bitte, je genauer Du dein Problem beschreibst, umso weniger Rückfragen wird es geben, bis Dir vielleicht jemand helfen kann. Vergiss nicht zuzufügen, welche Schritte zur Problemlösung Du bisher schon unternommen hast.
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77er
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Re: Ungleichmäßige Bremswirkung

Beitrag von 77er »

68GT500 hat geschrieben: Di 28. Apr 2026, 17:24 Igor!

Es muss erst geklärt werden, ob es tatsächlich ein Bremsenproblem ist oder ob es an der Achseinstellung liegt.

Bei unseren Mustangs ist es oft so, dass ein verschlissenes Zugstrebengummi das Auto schief ziehen lässt.

Die einfachste Methode kurz zu irgendeiner Werkstatt und fragen ob Du auf den Bremsenprüfstand darfst - bei mir in der Gegend geht das gegen eine kleine Spende in die Kaffeekasse.

Erst dann hast Du Gewisssheit - alles andere ist Glaskugel :lol:

In über 50 Jahren schrauben habe ich noch nie einen zugequollenen Bremsschlauch gesehen :roll:

Grundsätzlich: Niemals nur eine Seite tauschen, immer paarweise!

mfg
Es liegt definitiv an der Bremse. Ich schau trotzdem gerne ob ich irgendwo auf den Bremsenprüfstand darf.

Wie schon geschrieben habe ich erst vor wenigen hundert Kilometern Scheiben und Beläge gewechselt.
Man sieht am Verschleißbild, dass die linke Seite bremst. Die rechte Seite sieht dafür sehr jungfräulich aus.
Gruß
Igor
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77er
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Re: Ungleichmäßige Bremswirkung

Beitrag von 77er »

Ich habe es leider noch nicht auf einen Bremsenprüfstand geschafft, hoffe jedoch dass es im Laufe der kommenden Woche etwas wird.

Folgendes Verhalten versuche ich euch ergänzend zur ungleichmäßigen Bremswirkung zu beschreiben und würde mich über eure Einschätzung freuen.

Der Motor läuft, ich sitze im Auto, der Wagen steht (rollt nicht), ich bin mit einem Fuß auf der Bremse.
Wenn ich während ich den Fuß auf der Bremse habe und mit dem anderen Fuß etwas Gas gebe, somit die Drehzahl etwas erhöhe, spüre ich wie das Bremspedal etwas tiefer sackt. Wenn ich wieder vom Gas gehe und sich die Drehzahl auf Leerlaufstand einpendelt, kommt das Bremspedal wieder etwas höher.

Dieses Verhalten ist mir bei keinem meiner bisherigen Autos aufgefallen. Ist das so okay?
Gruß
Igor
Schraubaer2
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Re: Ungleichmäßige Bremswirkung

Beitrag von Schraubaer2 »

Im Leerlauf, keine Fahrstufe?
Könnte sein, das mehr Unterdruck durch die gesteigerte Drehzahl den BKV stärker arbeiten läßt.
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77er
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Re: Ungleichmäßige Bremswirkung

Beitrag von 77er »

Schraubaer2 hat geschrieben: Do 30. Apr 2026, 17:31 Im Leerlauf, keine Fahrstufe?
Könnte sein, das mehr Unterdruck durch die gesteigerte Drehzahl den BKV stärker arbeiten läßt.
Ja, im Leerlauf. Keine Fahrstufe.

Irgendwie gefällt mir das alles garnicht.
Habe heute nach folgender Anleitung (Internet) den BKV "geprüft":

Schritte zur Funktionsprüfung (Pedaltest):
Vorbereitung: Motor ausschalten.
Unterdruck abbauen: Bremspedal 3–5 Mal fest betätigen, bis der Widerstand deutlich zunimmt und sich das Pedal kaum noch drücken lässt.
Test: Bremspedal fest getreten halten und den Motor starten.
Ergebnis: Das Pedal muss nun spürbar ein Stück nachgeben (zurückgehen). Wenn ja, ist der BKV in der Regel funktionsfähig.


Das Ergebnis war, dass ich durch mehrmaliges Betätigen des Pedals KEINE Zunahme des Widerstands bemerken konnte und nach dem Motorstart das Pedal auch NICHT spürbar nachgegeben hat.

Was ich auch noch festgestellt habe ist, dass der Hauptbremszylinder seitlich vom Deckel runter beidseitig feucht war.

Hier sind mal ein zwei Fotos:

https://www.directupload.eu/file/d/9270 ... d7_jpg.htm

https://www.directupload.eu/file/d/9270 ... cl_jpg.htm
Gruß
Igor
Schraubaer2
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Re: Ungleichmäßige Bremswirkung

Beitrag von Schraubaer2 »

Sowohl HBZ, als Auch der BKV sehen sehr schlecht aus.
Jede Menge Schmutz im Hauptbremszylinder (Abrieb der Dichtung?) und abgeätzter Lack am BKV (Bremsflüssigkeit in der Gummimembran, Vakuumleckage?)
Zumindest erstmal meine Theorie.
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Pite
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Re: Ungleichmäßige Bremswirkung

Beitrag von Pite »

77er hat geschrieben: Do 30. Apr 2026, 18:52 Irgendwie gefällt mir das alles garnicht.
Habe heute nach folgender Anleitung (Internet) den BKV "geprüft":

Schritte zur Funktionsprüfung (Pedaltest):
Vorbereitung: Motor ausschalten.
Unterdruck abbauen: Bremspedal 3–5 Mal fest betätigen, bis der Widerstand deutlich zunimmt und sich das Pedal kaum noch drücken lässt.
Test: Bremspedal fest getreten halten und den Motor starten.
Ergebnis: Das Pedal muss nun spürbar ein Stück nachgeben (zurückgehen). Wenn ja, ist der BKV in der Regel funktionsfähig.


Das Ergebnis war, dass ich durch mehrmaliges Betätigen des Pedals KEINE Zunahme des Widerstands bemerken konnte und nach dem Motorstart das Pedal auch NICHT spürbar nachgegeben hat.

Dein Ergebnis widerspricht aber eigentlich dem was du zuvor geschrieben hast

77er hat geschrieben: Do 30. Apr 2026, 16:41 Der Motor läuft, ich sitze im Auto, der Wagen steht (rollt nicht), ich bin mit einem Fuß auf der Bremse.
Wenn ich während ich den Fuß auf der Bremse habe und mit dem anderen Fuß etwas Gas gebe, somit die Drehzahl etwas erhöhe, spüre ich wie das Bremspedal etwas tiefer sackt. Wenn ich wieder vom Gas gehe und sich die Drehzahl auf Leerlaufstand einpendelt, kommt das Bremspedal wieder etwas höher.

Ich versuch nochmal den Test etwas anders zu beschreiben.

Erster Teil:

Den Motor laufen lassen.

Wenn der Motor läuft sollte Dich der BKV beim Treten der Bremse unterstützen, daß Pedal lässt sich also "weich" treten.

Nun erst den Fuß von der Bremse nehmen, eine Gedenksekunde warten und dann den Motor abstellen.

Jetzt das Bremspedal mehrfach, gleichmäßig betätigen (nicht besonders schnell oder besonders fest, sondern ganz normal) und auch nicht nur 3 oder 5 mal sondern ruhig mehrfach, bis eine deutliche Änderung zu spüren ist.

Die ersten 3-5 mal sollte das Pedal sich genauso betätigen lassen wie mit laufendem Motor (da noch Unterdruck im BKV gespeichert ist und dieser somit noch unterstützt).

Durch das betätigen wird der gespeicherte Unterdruck im BKV abgebaut und die Unterstützung lässt nach.

Nun sollte das Pedal deutlich härter werden und sich auch nicht mehr so tief wie zuvor treten lassen.

Für einen Laien fühlt es sich im stand ggf. so an, als würde sich das Bremspedal fast gar nicht mehr treten lassen.

Wenn Du das oben beschriebene so nicht wahrnimmst oder fühlst, kann der zweite Teil des Tests auch nicht funktionieren!

Wichtig ist noch, wärend des Tests, oder zwischen dem ersten und dem zweiten Teil nicht den Motor starten!

Zweier Teil:

Bremspedal treten und den Druck halten (auch wenn man denkt es würde sich erst gar nicht treten lassen).

Jetzt den Motor starten.

Nun sollte das Pedal, bei gleichem Druck des Beins, spürbar ein Stück nachgeben, also richtung Bodenblech absinken.

Da durch den nun laufenden Motor wieder Unterdruck am BKV anliegt, unterstützt dieser nun wieder und das Pedal wird wieder weicher.

Um ein Gefühl für diesen Test zu bekommen, probiere das ganze mal an einem anderen Auto aus, das einen Benzinmotor und Unterdruck BKV hat und fehlerfrei funktioniert.
Gruß Pite

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77er
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Re: Ungleichmäßige Bremswirkung

Beitrag von 77er »

Pite hat geschrieben: So 3. Mai 2026, 16:50
77er hat geschrieben: Do 30. Apr 2026, 18:52 Irgendwie gefällt mir das alles garnicht.
Habe heute nach folgender Anleitung (Internet) den BKV "geprüft":

Schritte zur Funktionsprüfung (Pedaltest):
Vorbereitung: Motor ausschalten.
Unterdruck abbauen: Bremspedal 3–5 Mal fest betätigen, bis der Widerstand deutlich zunimmt und sich das Pedal kaum noch drücken lässt.
Test: Bremspedal fest getreten halten und den Motor starten.
Ergebnis: Das Pedal muss nun spürbar ein Stück nachgeben (zurückgehen). Wenn ja, ist der BKV in der Regel funktionsfähig.


Das Ergebnis war, dass ich durch mehrmaliges Betätigen des Pedals KEINE Zunahme des Widerstands bemerken konnte und nach dem Motorstart das Pedal auch NICHT spürbar nachgegeben hat.

Dein Ergebnis widerspricht aber eigentlich dem was du zuvor geschrieben hast

77er hat geschrieben: Do 30. Apr 2026, 16:41 Der Motor läuft, ich sitze im Auto, der Wagen steht (rollt nicht), ich bin mit einem Fuß auf der Bremse.
Wenn ich während ich den Fuß auf der Bremse habe und mit dem anderen Fuß etwas Gas gebe, somit die Drehzahl etwas erhöhe, spüre ich wie das Bremspedal etwas tiefer sackt. Wenn ich wieder vom Gas gehe und sich die Drehzahl auf Leerlaufstand einpendelt, kommt das Bremspedal wieder etwas höher.

Ich versuch nochmal den Test etwas anders zu beschreiben.

Erster Teil:

Den Motor laufen lassen.

Wenn der Motor läuft sollte Dich der BKV beim Treten der Bremse unterstützen, daß Pedal lässt sich also "weich" treten.

Nun erst den Fuß von der Bremse nehmen, eine Gedenksekunde warten und dann den Motor abstellen.

Jetzt das Bremspedal mehrfach, gleichmäßig betätigen (nicht besonders schnell oder besonders fest, sondern ganz normal) und auch nicht nur 3 oder 5 mal sondern ruhig mehrfach, bis eine deutliche Änderung zu spüren ist.

Die ersten 3-5 mal sollte das Pedal sich genauso betätigen lassen wie mit laufendem Motor (da noch Unterdruck im BKV gespeichert ist und dieser somit noch unterstützt).

Durch das betätigen wird der gespeicherte Unterdruck im BKV abgebaut und die Unterstützung lässt nach.

Nun sollte das Pedal deutlich härter werden und sich auch nicht mehr so tief wie zuvor treten lassen.

Für einen Laien fühlt es sich im stand ggf. so an, als würde sich das Bremspedal fast gar nicht mehr treten lassen.

Wenn Du das oben beschriebene so nicht wahrnimmst oder fühlst, kann der zweite Teil des Tests auch nicht funktionieren!

Wichtig ist noch, wärend des Tests, oder zwischen dem ersten und dem zweiten Teil nicht den Motor starten!

Zweier Teil:

Bremspedal treten und den Druck halten (auch wenn man denkt es würde sich erst gar nicht treten lassen).

Jetzt den Motor starten.

Nun sollte das Pedal, bei gleichem Druck des Beins, spürbar ein Stück nachgeben, also richtung Bodenblech absinken.

Da durch den nun laufenden Motor wieder Unterdruck am BKV anliegt, unterstützt dieser nun wieder und das Pedal wird wieder weicher.

Um ein Gefühl für diesen Test zu bekommen, probiere das ganze mal an einem anderen Auto aus, das einen Benzinmotor und Unterdruck BKV hat und fehlerfrei funktioniert.
Vielen Dank für deinen Hinweis, Pite.
Ich habe es nochmal probiert.

Beim zweiten Teil ist es so, dass nach dem Motorstart das Pedal tatsächlich nachgibt (entgegen meiner letzten Aussage), jedoch dauert es deutlich länger als bei einem moderneren Vergleichsfahrzeug. Offensichtlich dauert bei meinem Mustang der Aufbau des Unterdrucks im BKV etwas länger.
Gruß
Igor
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Pite
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Re: Ungleichmäßige Bremswirkung

Beitrag von Pite »

Zumindest bezüglich des BKV‘s kannst Du also davon ausgehen, daß der mal grundsätzlich funktioniert.

Das löst aber natürlich nicht dein ursprüngliches Problem.

Wie schon erwähnt, ist die Variante auf einem Bremsenprüfstand, die Werte links/ rechts zu vergleichen, der nächste Schritt.

Das dauert 5 Minuten, dazu musst Du nichts zerlegen und die Werte lassen sich erstmal mit deinem Gefühl vergleichen.

Dann würde ich weiter schauen.
Gruß Pite

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